Tag 1-3

..schön das Ihr hierhin gefunden habt. Vielleicht kurz zur Vorgeschichte: Am 05.03. bin ich 29 Jahre alt geworden und bekam von meiner Freundin unter anderem eine „Raucherentwöhnungstherapie“ per Handauflegen geschenkt. Laut ihren Arbeitskollegen soll es klappen, ich bin da in der Regel etwas skeptischer was sowas angeht. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich von mir aus nicht auf die Idee gekommen wäre aufzuhören, jedoch kann ich mich auch sehr gut mit dem Gedanken anfreunden nicht mehr zu rauchen. Mal abgesehen von der finanziellen Ersparnis, hatte ich schon länger die Vermutung das Rauchen nicht gesund sei
Spass beiseite, mir ging es nie schlecht als Raucher, umso schwerer fällt natürlich auch der Abschied von Gewohnheiten und Ritualen… Darüber dann aber in den nächsten Tagen bestimmt mehr, nun aber zurück zum Anfang, der Anfang war der 31.03.2008, der Termin der Therapie:
Nach ca. 2 Stunden Fahrt von Bocholt (Westfalen) nach Rhauderfehn (ADW) waren wir um 8.30 Uhr sogar noch 1 Stunde zu früh da (wer will kann ja ausrechnen wann wir dann aufgestanden sind). Um 9.30 Uhr fing dann die Therapie per Handauflegen an. Nach einer 15 minütigen Einweisung begann dann die eigentliche Entwöhnung: 3 mal über die Stirn gestrichen, 2 mal im Nacken, einmal jeweils an den Armen, und, oh wunder, man sollte Nichtraucher sein.. Soooooooooweit die Theorie…
Nachdem ich nun als frischgebackener Nichtraucher aus der Therapie kam ging es auch schon wieder los Richtung Heimat. Für mich stand vorher schon fest das die Heimfahrt die erste Probe sein würde, denn eine Autofahrt ohne zu rauchen konnte ich mir vorher nicht vorstellen. Nun muss ich aber sagen das es mir auf der Rückfahrt tatsächlich nicht schwer fiel _nicht_ zu rauchen, obwohl der obligatorische Blick und Griff in die Mittelkonsole alle 20 Minuten nicht ausblieb. Da aber schon vorher die letzte Schachtel geleert wurde war das quasi kein Problem, genauso wie der Rest von Tag 1.
Gestern war der zweite Tag, und meine anfängliche Begeisterung über die Therapie ist doch schnell der Sucht und dem Verlangen nach Nikotin gewichen, kurz nach dem Aufstehen und mit dem ersten Kaffee beim morgentlichen Emails checken. Also schnell geduscht, angezogen und ab in den nächsten Supermarkt. Dort hab ich dann statt Zigaretten eine 4er Packung Vivil-Pfefferminz gekauft, diese liegen jetzt neben dem PC anstelle des Aschenbechers und der Schachtel Zigaretten
Jedesmal wenn ich nun die Sucht verspüre hilft es mir ein Vivil zu lutschen.
Nachteil: aufgrund der Süßungsmittel wirken die Dinger bei übermässigem Verzehr abführend, also muss noch vor dem Wochenende nach einer Alternative gesucht werden
Heute geht nun der dritte Tag zuende, und es lief bedeutend besser, nur wenige und kurze Suchtattacken die aber schnell mit einem Vivil-Drops niedergelutscht wurden. KeinVergleich zu gestern wo ich drauf und dran war zum Kiosk zu laufen und ne Schachtel zu kaufen.
Nun werd ich mich mal langsam ins Bett begeben, morgen wird ein harter „Nichtraucher“-Tag denn Abends steht ein kleines Pokerturnier an, und Bayern spielt auch noch im Viertelfinale des UEFA Cups, spannende Sachen, ich hoffe nur das mir noch eine Alternative zu den Vivils einfällt
Filed under: Alltägliches | 3 Comments
Tags: Handauflegen, Nichtrauchen, Rauchen, Therapie
Also, kleiner Tip von mir. Konzentrier dich morgen bei den Abenden bzw. dem Poker und Fussballspiel aufs Trinken, jedesmal wenn du (und das kann ich verstehen) den Drang nach der Zigarette zum Bier verspürst, trink nen Schluck – so gehts auch und der Abend ist recht schnell rum!
Hey Schatz,
das hast du aber sehr treffend beschrieben!
Musste schon sehr schmunzeln.
Danke, dass du meinen Arbeitstag damit ein wenig erhellt hast.
Bin sehr stolz auf dich und glaub ganz fest, dass du es schaffst. (Sonst will ich die 40 Euro zurück
)
Bis heute Abend!
Durchhalten, Durchhalten, Durchhalten! Den Schnuller hat man sich ja auch irgendwann abgewöhnt, auch wenn’s schwerfiel.
Bis die Tage!