Tag 4-5

04Apr08

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Wie schon einst Howard Carpendale sang, so sag ich nun auch: Hello again, schön das ihr auch wieder mit an Board seid. Grade bricht der Freitag Nachmittag an, und ich habe seit Montag früh nicht mehr geraucht, diese Nikotinlose Zeit ist die längste, seit dem ich angefangen habe zu rauchen (das müsste so mit 17 gewesen sein).

Momentan bin ich bei meiner Freundin, da fällt mir das “nichtrauchen” eh nicht schwer, da ihre Wohnung von Anfang an eine Rauch-freie Zone war. Also null problemo, alles tutti. Gestern Abend war das anders, da stand das monatliche Pokerturnier an, relativ kleine Location, viele Leute, viel Rauch(er). Man sollte meinen das sei die Hölle für jemanden der seit 4 Tagen versucht von seiner Sucht loszukommen, aber siehe da: das erwartete Fegefeuer blieb aus. Das Verlangen nach dem blauen Dunst war sogar trotz Hochspannung so gering, dass sich die Einnahme der Vivil-Drops in einem erträglichen Rahmen hielt (mein Magen und meine Verdauung danken es mir). Nichtmals ein Problem war, dass mein bester Freund sich eine Zigarette nach der anderen angemacht hat. Das Turnier hab ich im übrigen als 18. abgeschlossen, letztes mal wurde ich 20. also auch in dieser Beziehung geht es bergauf, vielleicht löst aber auch nur eine Sucht die andere ab? ;)

Auch wenn es eigentlich gar nichts hier zu suchen hat, ich muss es trotzdem loswerden da es so unglaublich ist: Ein Mädel ist mit einem Vierling Buben rausgeflogen, und zwar gegen einen Straight Flush. Der vierte Bube auf dem River machte den Straight-Flush komplett, der blanke Wahnsinn, gottseidank war ich nicht in die Hand verwickelt, ich hätte sofort wieder mit dem rauchen begonnen ;)

Ritual: Badewasser einlaufen lassen; Dauer, eine Zigarettenlänge; Häufigkeit, täglich. Die Zeit in der morgens das Wasser einläuft konnte ich damit verbringen mich nochmals in Ruhe vor den PC zu setzen, eine zu rauchen, emails zu checken, oder die neuesten Skandale der Sportwelt zu lesen. Nach der Zigarette wusste ich, dass nun ausreichend Wasser im Bad war.

Lösung: Häufiger duschen.

Täglich stolpert man über solche Rituale und Gewohnheiten die einem das entwöhnen ein bisschen schwerer machen. Ich denke die Therapie soll einem dabei helfen diese Situationen zu meistern, und in gewisser Weise tut sie das auch, ich hab ständig im Hinterkopf: Hey, ich hab den ersten Schritt gemacht, ich hab mich aktiv dazu entschieden nicht mehr zu rauchen, ich will das jetzt auch durchziehen. Inwieweit die Heilpraktikerin da nun ihre Hände mit ihm Spiel hat (schönes Wortspiel *hust*), vermag ich noch nicht zu sagen, für ein Fazit ist es nun wohl doch noch zu früh, trotz aller Euphorie die ich im Moment habe.

Diese Euphorie soll später auch direkt verwertet werden um endlich mal wieder joggen zu gehen und der Gewichtszunahme entgegen zu wirken. Also, auf gehts!



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